Stippvisite in der Spenger Rettungswache

 Klaus Gödicker (kniend, l.) frischt Detlev Klusmanns (r.) Wissen über lebensrettende Sofortmaßnahmen auf. Foto: VdS/Jens-Christof Niemeyer
Klaus Gödicker (kniend, l.) frischt Detlev Klusmanns (r.) Wissen über lebensrettende Sofortmaßnahmen auf.

Die jüngste Betriebsbesichtigung der Vereinigung der Selbständigen (VdS) führte am Samstag 30 Mitglieder und Interessierte in die neue Rettungswache in Spenge. Das moderne Gebäude in der Industriestraße, das im Dezember 2013 das Quartier der Sanitäter in der Eschstraße ablöste, war den Selbständigen und ihren Gästen bisher nur von außen bekannt.

Ziel der Visite war also, „hinter die Kulissen schauen“, so Verena Oldenbürger, Vorsitzende der VdS. Von Wachleiter Jörg Hülsmann erfuhren die Besucher zunächst Wissenswertes über den Alltag in der Rettungswache sowie die Arbeitsorganisation, die Einbindung der Einrichtung in das regionale Rettungskonzept und die computergesteuerte Einsatzvergabe durch die Leitstelle in Eilshausen. So ist jeder Rettungswagen mit einem GPS-Sender ausgestattet. Die Leitstelle schickt daher stets den Wagen zu einem Unfallort, der am schnellsten dort sein wird. Auf einen Nebeneffekt dieser modernen Technik wies Hülsmanns Kollege Klaus Gödicker hin: „Die Kollegen in Eilshausen wissen auch, wenn wir an der Pommesbude stehen.“

Klaus Gödicker (r.) zeigt dem interessierten Klaus-Jürgen Wierzbinsiki einen mobilen EKG-Monitor. Foto: VdS/Jens-Christof Niemeyer
Klaus Gödicker (r.) zeigt dem interessierten Klaus-Jürgen Wierzbinsiki einen mobilen EKG-Monitor.

Im Rahmen einer Führung erfuhren die VdS-Mitglieder, dass nicht nur die Räume der Wache, die jährlich über 3.000 Einsätze fährt, optimal auf die Einsatzabläufe eingerichtet sind. Auch die medizinischen Geräte, mit denen die Fahrzeuge ausgestattet sind, sind teilweise hochmodern und vernetzt.

Im Anschluss hatten die Selbständigen Gelegenheit, ihre Kenntnisse der lebensrettenden Sofortmaßnahmen an einer Puppe zu erproben. Die Sanitäter erklärten den Besuchern das Anlegen eines Druckverbands, die stabile Seitenlage und die Druckmasage, falls der Verletzte nicht mehr atmet. Gut zu wissen: Wer über die Rufnummer 112 einen Notfall meldet, also mitteilt, was wo passiert ist, wieviele Verletzte welche Art von Verletzungen haben und wer den Vorfall meldet, erfährt vom Operator am Telefon, was er bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu tun hat, um dem Verletzten zu helfen.

Der Besuch hat sich für die 30 Gäste gelohnt. Sie erfuhren von den Rettungskräften anschaulich und zuweilen unterhaltsam viel Neues und konnten vorhandenes Wissen auffrischen. Offen blieb nur die Frage, warum die Fahrzeughalle eine Fußbodenheizung hat.